Körperakupunktur

Die Auswahl der richtigen Einstichstellen ergibt sich anhand der Leitbahnen - auch Meridiane genannt -, auf denen mehr als 360 Akupunkturpunkte lokalisiert sind. In diesen Meridianen zirkuliert nach der chinesischen Vorstellung das Qi, die Lebensenergie. Kommt es zu einer Blockade des Energieflusses, kommt es zu Schmerzen. Die Akupunktur kann diese Blockade auflösen, dabei werden auch vom Schmerzort weit entfernt gelegene Punkte genadelt. Zur weiteren Anwendung kommen die Moxibustion und das Schröpfen. Bei der Moxibustion wird über der Haut Beifuß (Artemesia vulgaris) abgebrannt. Dabei wird Kälte und Feuchtigkeit aus den Meridianen ausgeleitet, Das darunter liegende Gewebe wird erwärmt. Das Schröpfen wird für die Behandlung einer lokalen Qi-Stagnation in den Meridianen benutzt. Dabei wird in den Schröpfköpfen ein Sog aufgebaut, was im darunter liegenden Gewebe zu einem Austritt von Gewebeflüssigkeit und Blut führt. So kommt es zur einer Erwärmung im Gewebe mit reinigender Wirkung. Besonders angenehm sind Schröpfmassagen, bei denen der Schröpfkopf hin und her bewegt wird.